Horse-Ball

Inspiriert von traditionellen orientalischen Reiterspielen und dem PHorseball_200x450ato Südamerikas entstand in Frankreich (nicht, wie der Name vielleicht vermuten lässt, in England) dieser neue Pferdesport.

Zwei Mannschaften, bestehend aus je vier Feld- und zwei Auswechselspielern, spielen zwei Halbzeiten à zehn Minuten. Um Punkte für die Mannschaft zu erzielen, müssen die Reiter einen mit sechs Lederschlaufen versehenen Ball in den gegnerischen Korb plazieren. Dieser kreisrunde Korb hat einen Durchmesser von einem Meter und hängt in 3,5 m Höhe in vertikaler Position. Reiten zwei Spieler verschiedener Teams nebeneinander her, so kann ein Akteur, um in Ballbesitz zu kommen, den ballführenden Reiter abdrängen, oder ihm den Ball mit einer Hand entreißen. Vor den Torwurf müssen mindestens 3 Pässe erfolgt sein, wobei der Ball höchstens 10 Sekunden von einem Spieler gehalten werden darf. Natürlich darf ein Pass der gegnerischen Mannschaft abgefangen werden. Liegt der Ball auf dem Boden, sollte er aus dem Galopp aufgenommen werden.

Ein rasanter Sport, der gutes reiterliches Können voraussetzt, eine gewisse Akrobatik erfordert und schnelle Reaktionen verlangt. Das erste französische Championat wurde bereits im Jahre 1978 organisiert. Heute zählt Frankreich ca. 5000 Aktive, die Mannschaften treten in 5 Ligen gegeneinander an. Seit geraumer Zeit wird Horseball auch in Belgien, Portugal, England, Italien, Österreich und Spanien gespielt. In Deutschland wird Horseball seit 1992 praktiziert. Der erste Europacup wurde ebenfalls im Jahr 1992 in Paris ausgetragen. Frankreich ging damals als Sieger hervor und konnte an diesen Erfolg bisher auch jedes Jahr anknüpfen.

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