Spielregeln

Spieldauer

Allgemein
Das Spiel umfasst zwei Halbzeiten von jeweils 10 Minuten. Zwischen den beiden Halbzeiten liegt eine Pause von 3 Minuten. Die Spielzeit sollte möglichst auf einer Anzeigetafel dokumentiert werden. Das Spielende beider Halbzeiten muss mit einem deutlichen hörbaren Signal angezeigt werden. Wenn an einem Tag mehrere Spiele stattfinden, dürfen die Organisatoren die Halbzeiten verkürzen. In diesem Fall dürfen die Pferde 2 Spiele spielen.

Spielunterbrechungen
Das Spiel wird automatisch oder auf Anweisung des Schiedsrichters unterbrochen, wenn

– ein gültiges Tor gefallen ist
– der Ball das Spielfeld verlassen hat
– ein Regelverstoß stattgefunden hat.
Während dieser Spielunterbrechung läuft die Zeitmessung weiter.

Auszeiten
Jede Mannschaft kann pro Halbzeit eine Auszeit von 30 Sekunden nehmen. Die Auszeit kann nur während einer Spielunterbrechung genommen werden. Der Mannschaftskapitän erbittet beim Schiedsrichter die Auszeit, damit dieser die Zeitmessung anhalten lässt. Nicht genutzte Auszeiten sind nicht auf die nächste Halbzeit übertragbar. Nach Ende der Auszeit ertönt ein Signal. Die Zeitmessung läuft erst wieder, wenn das Spiel auf Pfiff des Schiedsrichters wieder beginnt. Die Zeitmessung wird nur angehalten, wenn besondere Umstände wie ein schwer wieder ins Spiel zu bringender Ball, ein Unfall oder die Auszeiten der Mannschaften dies erfordern. In diesen Fällen gibt der Schiedsrichter das Zeichen zum Anhalten der Zeitmessung.

Wenn während des Spiels ein Teil der Ausrüstung repariert oder ausgetauscht werden muss, muss der betreffende Spieler das Spielfeld

  • entweder in einer Auszeit oder einer regulären Spielunterbrechung verlassen
  • oder das Spiel fortsetzen, sofern der Schiedsrichter entscheidet, dass dadurch die

Sicherheit nicht gefährdet ist.

 Spielgebinn und -Ende

 Allgemein
Zu Beginn jeder Halbzeit muss eine Mannschaft den Ball im Galopp von der 10m Linie aufheben. Der Schiedsrichter lost vor dem Spiel die Spielfeldhälften der Mannschaft aus. Nach der Halbzeit werden die Seiten gewechselt.

Die Auslosung wird durchgeführt, um zu ermitteln welche Mannschaft Anstoß hat. Die Mannschaft, die die Auslosung gewinnt, kann wählen zwischen:

  • der Möglichkeit zum Anstoß
  • der Wahl der Spielfeldhälfte

Wird der Anstoß gewählt, darf die andere Mannschaft die Spielfeldhälfte wählen und umgekehrt. Jede Mannschaft muss dem Schiedsrichter einen regelkonformen Ball übergeben, der daraufhin den Spielball auswählt. Der zweite Ball wird während des Spiels dem Stuhlschiedsrichter überlassen. Vom Einreiten auf das Spielfeld an bis zum Spielbeginn muss jede Mannschaft auf ihrer Seite bleiben.

Spielbeginn
Vor dem Anpfiff plaziert der Schiedsrichter den Ball im Mittelpunkt der 10m – Linie in der Spielhälfte der Mannschaft, die Anstoß hat. Die Spieler der verteidigenden Mannschaft stellen sich in Spielrichtung in ihrer Spielhälfte auf. Sämtliche Spieler der angreifenden Mannschaft nehmen hinter ihrer eigenen 10m-Linie Aufstellung.

Regeln_Anstoss

Auf den Anpfiff des Schiedsrichters hin hebt ein Spieler der angreifenden Mannschaft den Ball im Galopp vom Boden auf. Gelingt dies nicht, oder haben alle Spieler die 10m-Linie überquert, so verhängt der Schiedsrichter zugunsten der gegnerischen Mannschaft eine Strafe 3, die von der Spielfeldmitte auszuführen ist. Die verteidigende Mannschaft darf sich erst in Bewegung setzen, wenn ein gegnerischer Spieler die Mittellinie überquert hat, wenn sich der Spieler im Ballbesitz im eigenen Feld entgegen der Spielrichtung bewegt oder wenn der Ball nach dem Aufheben zu Boden fällt. Beim Verstoß gegen diese Regel wird eine Strafe 2 zugunsten der angreifenden Mannschaft verhängt

Spielende
Jede Halbzeit wird durch ein deutlich erkennbares Signal (3 Sekunden) vom Schiedsrichter oder vom Zeitmessgerät beendet. Erfolgt im Augenblick des Schlußsignals ein Regelverstoß, der eine Strafe 1 oder 2 nach sich zieht, so wird diese Strafe ausgeführt als direkter Wurf und ohne Verteidigung. Ein erfolgreicher Torwurf im Augenblick des Schlusssignals zählt, sofern der Ball die Hände des Werfenden vor Erklingen des Signals verlassen hat.

Das Spielergebnis
Sieger der Begegnung ist die Mannschaft, die die meisten Tore geworfen hat. Ein Tor ist nur dann gültig, wenn der Ball durch den Ring ganz durchgefallen ist, und alle Spielregeln respektiert worden sind. Wenn eine Mannschaft ein Eigentor wirft und drei Pässe erfolgt sind, zählt dieses Tor für die gegnerische Mannschaft. Der folgende Einwurf wird von der Mannschaft ausgeführt, die das Eigentor geworfen hat. Findet ein Ausscheidungsturnier statt und endet eine Begegnung mit Gleichstand, wird das Spiel nach 2 Minuten Pause mit einem Einwurf des Schiedsrichters, zu dem sich je ein Spieler beider Mannschaften aufstellt, fortgesetzt. In diesem Fall ist das Spiel mit dem ersten erfolgreichen Torwurf beendet.

Bei sonstigen Begegnungen werden die einzelnen Spiele folgendermaßen gewertet:
– 3 Punkte für ein gewonnenes Spiel
– 2 Punkte für Gleichstand
– 1 Punkt für ein verlorenes Spiel
– 0 Punkte bei Verzicht einer Mannschaft, sowie -8 Tore bei der Tordifferenz für die verzichtende Mannschaft und +8 Tore bei der Tordifferenz für die andere Mannschaft

Bei Punktgleichstand wird nach folgenden Kriterien in absteigender Reihenfolge gewertet:

  • besseres Torverhältnis
  • größere Anzahl an erzielten Toren
  • Ergebnis der direkten Begegnung der betreffenden Mannschaften
  • Anzahl der gewonnenen Spiele
  • Anzahl der verlorenen Spiele
  • geringere Anzahl gelber Karten und/oder Strafen 1
  • Mannschaft die in ihrer Zusammensetzung jünger ist.

Spielunterbrechungen
Im Notfall:
Die Entscheidung liegt beim Schiedsrichter. Falls dann die Hälfte der Zeit der zweiten Periode abgelaufen ist, wird das Ergebnis angerechnet, oder das Spiel innerhalb der nächsten halben Stunde fortgeführt. Auf Entscheidung einer Mannschaft: Dies führt zum Spielabbruch und zu einer Wertung des Spiels wie bei Nichtantritt dieser Mannschaft. Ist die Tordifferenz größer als 8, so wird diese gewertet.

Der Nichtantritt
Eine Mannschaft die nicht zur vorgesehen Zeit zum Veterinärcheck erscheint oder/und zum Spielbeginn, wird vom Spiel ausgeschlossen und das Spiel wird wie bei Verzicht gewertet. In Ausnahmefällen kann der Supervisor den Ausschluss zurücknehmen, falls die gegnerische Mannschaft, die Schiedsrichter und der Organisator zustimmen, jedoch nur falls die betreffende Mannschaft die spätestens eine Stunde vor Beginn der offiziellen Spielzeit beantragt. Der Teilnahme an einem Spiel oder einem Turnier ist verpflichtend, jedes vermeidbare Fernbleiben wird von der Delegation der FIHB sanktioniert.

Die Pässe

Ein Pass bezeichnet die Phase von dem Augenblick, in dem der Ball die Hände eines Spielers verlassen hat, bis zu dem Augenblick, in dem er von einem Spieler derselben Mannschaft aus der Luft gefangen wird. Wird der Ball unmittelbar von Hand zu Hand weitergereicht, so zählt dies unter keinen Umständen als Pass.

Bevor ein Tor erfolgen und bewertet werden kann, müssen mindestens drei aufeinanderfolgende Pässe zwischen mindestens drei Spielern derselben Mannschaft erfolgt sein. Die Passfolge wird unterbrochen und muss neu gezählt werden, wenn der Ball zu Boden fällt, oder von einem gegnerischen Spieler abgefangen wird.

Es kann wahlweise mit einer Hand oder mit zwei Händen gefangen und geworfen werden. Der Wurf kann in alle Richtungen, seitlich, nach vorne oder nach hinten, erfolgen. Auch eine nur kurze Berührung des Balls gilt als Pass.
Der Ball darf von einem Spieler nicht länger als 10 Sekunden gehalten werden, ansonsten wird gegen seine Mannschaft eine Strafe 3 verhängt.

Ball im Aus

Der Ball befindet sich „im Aus“, wenn sich mindestens ein Huf des Pferdes des ballführenden Spielers außerhalb der Spielfeldabgrenzung befindet. Das Spiel wird mit einer Strafe 3 für die gegnerische Mannschaft fortgesetzt.
Wird der Ball an den kurzen Seiten ins Aus geworfen, so wird das Spiel mit einem Einwurf an der 15 Meter Linie durch die gegnerische Mannschaft fortgesetzt.

Der Einwurf

Beim Einwurf stellen sich je ein oder zwei Spieler der beiden Mannschaften links und rechts, jeweils in ihrer Spielfeldhälfte parallel zu Mittellinie auf. Zwischen den Spielern muss mindestens eine Pferdebreite (1 Meter) Platz gelassen werden. Die beiden vorderen Spieler müssen sich mindestens 5 Meter entfernt vom Einwerfenden befinden.

Einwurf

Einwurf

Der Einwurf ist ungültig und führt zu einer Strafe 3 für die gegnerische Mannschaft, wenn

– der Ball nicht mindestens die vorderen Spieler in Hüfthöhe erreicht
– der Ball hinter den hinteren Spielern zu Boden fällt, ohne berührt worden zu sein

Der Einwurf ist ungültig und wird von der gegnerische Mannschaft wiederholt, wenn

– der Wurf eindeutig parteiisch zu einer Seite hin ausgeführt wurde
(ist auch der zweite Einwurf ungültig, kommt es zu einem Schiedsrichtereinwurf).

Wenn der Ball bei einem gültigen Einwurf zu Boden fällt, haben Priorität beim Aufheben:

– die Spieler, die direkt beim Einwurf stehen unter Beachtung der Regeln beim
Aufheben des Balles, sofern der Ball zwischen den beim Einwurf stehenden
Spielern landet. Wenn es keinem der Spieler im Einwurf gelingt, den Ball
aufzuheben, kommt es zum Schiedsrichtereinwurf
– die Spieler in der Spielfeldhälfte, in der der Ball zu Boden fällt, nachdem ihn einer
der beim Einwurf beteiligten Spieler dorthin abgelenkt hat.

Diese Priorität beim Aufheben geht verloren, wenn
– die Aktion des Aufhebens um mehr als 5 Sekunden verzögert wird
– der erste Versuch fehlschlägt, gleichgültig, ob dabei der Ball berührt wird
oder nicht.

In diesen beiden Fällen treten die normalen Regeln zum Aufheben wieder in Kraft.

Zwei Formen des Einwurfs sind möglich:
– Nach einem erfolgreichem Torwurf. Er wird von der Mitte der langen Seite von der
Mannschaft ausgeführt, die da Tor kassiert hat.
– Nachdem der Ball über eine der kurzen Seiten ins Aus geraten ist. Er wird von der
15 Meter Markierung der langen Seite ausgeführt.

Der Ball ist im Aus, sobald er die Spielfeldbegrenzung, auch in den Händen eines Spielers, überquert hat.

Der Einwurf selbst zählt nicht als Pass.

Der Schiedsrichtereinwurf

Zum Schiedsrichtereinwurf kommt es nach einem unentschiedenen Zweikampf um den Ball, nach einem unbeabsichtigtem Regelverstoß, der keine Partei begünstigt hat und nach einem wiederholten parteiischem Einwurf. Es stellen sich zum Schiedsrichtereinwurf immer nur zwei Spieler auf. Alle normalen Einwurfregeln gelten auch für den Schiedsrichtereinwurf.

Der Schiedsrichter muss seinen Einwurf wiederholen, wenn er unbeabsichtigt einen der beiden Spieler beim Werfen bevorteilt hat oder wenn keiner der beiden Spieler den Ball berührt.

Zum Einwurf stellt sich der Schiedsrichter am Rand der langen Seite auf Höhe der Stelle auf, an der der Abpfiff erfolgte. Sofern sich die zum Abpfiff führende Aktion innerhalb des 15 Meter-Raums vor dem Tor abgespielt hat, wird der Einwurf an der 15 Meter Linie ausgeführt. Die beiden Spieler stellen sich in 5 Meter Entfernung vor dem Schiedsrichter auf.

Das Aufheben des Balles

Allgemeines
Das Aufheben muss vom Pferd aus erfolgen, ohne dass ein Fuß den Boden berührt. Dies kann entweder von links oder von rechts geschehen, in jeder Gangart aber niemals in Stehen. Der Spieler der den Ball aufheben will, muss dies zügig versuchen. Falls das Aufheben nicht gelingt, darf er nicht anhalten oder langsamer werden und muss sofort den Bereich von 5 Metern um den Ball verlassen. Diese 5 Meter Zone um den Ball muss von allen Spieler die nicht unmittelbar den Ball aufheben wollen frei gehalten werden.

Ist der Ball aufgehoben, muss der Spieler sich schnell wieder in den Sattel setzen, oder den Ball sofort abgeben.
Der Spieler, der den Ball aufgehoben hat, darf erst attackiert werden, wenn er wieder im Sattel sitzt. Falls der Ball in eine der 4 Ecken des Feldes fällt, und er nicht ohne Anhalten aufgehoben werden kann, wird dieser vom Schiedsrichter auf der 15 Meter Linie eingeworfen.

In keinem Fall darf der Spieler der aufhebt gestört werden. Jedes Eingreifen oder Behindern durch einen anderen Spieler, wird mit einer Strafe 1 und mit einer gelben oder roten Karte (nach Ermessen des Schiedsrichters) sanktioniert.

Die Spielrichtung
Zusätzlich zu den Regeln des Aufhebens nach einem Einwurf gibt es noch weitere Regeln die zu respektieren sind. Diese definieren sich durch die sogenannte Spielrichtung. Die Spielrichtung wird durch die ballführende Mannschaft automatisch vorgegeben und verläuft immer parallel zu den langen Seiten des Spielfeldes. Innerhalb einer Zone von 5 Metern vor den kurzen Seiten verläuft die Spielrichtung parallel zur kurzen

 

Seite.

Der Vorrang beim Aufheben
Den Vorrang beim Aufheben hat der Spieler der sich in kürzester Entfernung zum Ball befindet. Er kann den Ball aufheben wenn er die gegnerischen Spieler nicht stört. Falls sich zwei SpielerRegeln_Aufheben

in der selben Entfernung vom Ball befinden, aber aus

unterschiedlichen Richtungen kommen, hat der Spieler Vorrang, der sich in Spielrichtung befindet. Befinden sich zwei Spieler in gleicher Entfernung vom Ball und in gleicher Richtung, hat der Spieler der Mannschaft Vorrang, die als letztes den Ball berührt hat.

Sicherheit

Sicherheit hat vor allem anderen Vorrang.Ein Spieler, im Ballbesitz oder nicht, sollte in der Lage sein, sein Pferd im Tempo zu regulieren und in der Richtung zu kontrollieren.Ein ballführender Spieler muss bei der Wahl seines Weges alle Regeln der Sicherheit beachten.

Die Verteidigung

Physisches TacklingAls physisches Tackling bezeichnet man, wenn ein Pferd das Pferd des ballführenden Spielers abdrängt, um es zu verlangsamen, es vom Reitweg abzubringen oder um es dem Reiter zu ermöglich, den Ball zu holen.Man darf den ballführenden Spieler höchstens in einem Winkel von 45° in gleicher Richtung angreifen oder anreiten. Zuwiderhandlung gegen diese Regel werden bestraft mit einer Strafe 1 oder einer Strafe 2, abhängig von der Härte der Regelverletzung.Es ist verboten, einen Spieler zu schlagen, gleich wohin, oder dem Spieler mit dem Pferd Schaden zuzufügen. Ein Tackling darf nur durch das Gewicht des eigenen Körpers, die Geschwindigkeit des Pferdes und mit der eigenen Schulter erfolgen, wobei der Arm am Körper liegen muss.Es ist verboten:

  • einen Spieler zu hemmen
  • einen Spieler zu schlagen oder festzuhalten
  • einen Spieler mit der Faust, Unterarm, Ellenbogen oder Kopf zu schlagen

Es ist verboten, gegen die Spielrichtung einem Gegner gegenüber zu stehen, gleich ob es der ballführende Spieler ist oder nicht. Solche Vergehen werden mit einer Strafe 2 geahndet.

Markieren

Es ist verboten, einen Spieler anzugreifen oder zu verteidigen, der nicht in Ballbesitz ist. Vergehen werden mit Strafe 2 bestraft. Es gibt aber keine Einschränkungen, wie man einem Spieler folgen darf, der nicht den Ball hat, solange man ihn nicht in seiner Bewegungsfreiheit beeinträchtigt.

Den Ball vom Gegenspieler holen

Ein Spieler kann versuchen, einem gegnerischen Spieler den Ball wegzunehmen, aber er darf dies nur mit einer Hand tun. Wenn ein Gegner einmal am Ball zieht, darf der ballführende Spieler seine Hand nicht mehr wechseln oder beide Hände benutzen, um am Ball zu ziehen. Sobald am Ball gezogen wird, müssen sich beide Spieler in ihre Sättel zurück begeben. Es ist nicht erlaubt, sich am Spieler, am Pferd oder am Zaumzeug festzuhalten. Wenn ein Spieler während des Ziehens um den Ball den Sattel verlässt, muss er sofort den Ball loslassen. Jede Missachtung dieser Regeln wird mit einer Strafe 3 gegen das verteidigende Team geahndet.

Während des Ziehens um den Ball darf sich kein anderer Spieler sich einmischen.

Wenn der Spieler, der schon vor dem Ziehen im Ballbesitz war und auch nach dem Ziehen den Ball hat, bleibt die Anzahl der Pässe, die bis dahin gemacht wurden, gleich und dem Spieler ist es erlaubt, den Ball wieder 10 Sekunden zu halten, bevor er ihn abspielt.

Ergebnisloses Ziehen um den Ball

Wenn der ballführende Spieler von einem gegnerischen Spieler angegriffen wird und nicht klar entschieden werden kann, wer den Ball beim Ziehen bekommt, wird der Schiedsrichter eine Strafe 3 gegen die Mannschaft geben, die vor dem Ziehen im Ballbesitz war. Es werden dann wieder die normalen Regeln für die Strafe 3 angewandt.

Verlassen des Feldes

FreiwilligEin Spieler, der freiwillig das Spielfeld verlässt, kann jederzeit wieder ins Spiel zurückkommen.UnfreiwilligEin Spieler, der das Spielfeld verlässt, um zum Beispiel Zaumzeug auszutauschen oder Verletzungen behandeln zu lassen, muss absteigen. Er kann erst in einer Spielunterbrechung von seiner Hälfte aus wieder ins Spiel kommen.

Die Strafen

Allgemein

Der Schiedsrichter gibt Strafen gegen das Team, das die Regeln verletzt. Es gibt drei Arten von Strafen, welche je nach Art und Weise der Regelverletzung gegeben werden. Sie können einhergehen mit einer gelben oder roten Karte. In jedem Fall bekommt ein Spieler des angegriffenen Teams, es muss jedoch nicht der angegriffenen Spieler sein, die Strafe zu gesprochen.Für Strafe 1 und 2 müssen sich die anderen Spieler des angegriffenen Teams hinter dem ballführenden Spieler befinden, bis die Strafe vom Schiedsrichter zum Ausführen, durch Pfeifen freigegeben wurde.Wenn ein Schiedsrichter ein Foul bemerkt, kann er kurz warten, ob sich ein Vorteil für die Mannschaft entwickelt, gegen die gefoult wurde, wenn nicht, kann er sich dann noch entscheiden, ein Strafe zu geben.

Strafe 1

Eine Strafe 1 kommt bei sehr schweren Vergehen zum Einsatz, zum Beispiel wenn man einen Spieler beim Torwurfversuch foult oder den Schiedsrichter beleidigt. Ein Spieler der Mannschaft, der die Strafe 1 zuerkannt wurde, stellt sich in der Mitte der 5- Meterlinie vor das gegnerische Tor und macht einen direkten Wurfversuch, ohne Verteidigung und ohne sich zu bewegen.Die Spieler der Mannschaft, die verteidigt, stehen alle in einer Ecke zwischen dem Tor und der 5-Meterlinie.Falls der Torwurf missglückt und kein Tor fällt, gelten wieder die normalen Regeln. Wenn der Ball zwischen den Einwerfer und das Tor fällt, ist der Vorrang beim Aufheben so geregelt, als wäre die Spielrichtung parallel zur kurzen Seite des Spielfeldes. Die Richtung zum Aufnehmen des Balles vom Boden wird von der verteidigenden Mannschaft vorgegeben.

Strafe 2

Diese Strafe wird bei nicht ganz so schwerwiegenden Vergehen gegeben, die aber trotzdem die Sicherheit des Spiels oder eines Gegenspielers gefährden.

Der Teamkapitän hat die Auswahl, ob die Strafe 2

  • direkt ausgeführt wird, also ob ein Spieler aus einem Abstand von 10 Metern versucht, ein Tor zu werfen
  • indirekt ausgeführt wird, also ob ab der 15-Meterlinie drei Pässe erfolgen

Der Kapitän kann sich mit seinem Trainer absprechen, muss sich aber schnell entscheiden. Er macht dem Schiedsrichter die Entscheidung deutlich wenn er für:

  • einen direkten Versuch auf das gegnerische Tor zeigt
  • einen indirekten Versuch drei Finger zeigt

Die Entscheidung kann nicht rückgängig gemacht werden.

Spieler der verteidigenden Mannschaft müssen sich bei einem direkten Versuch bei der 5-Meterlinie in Spielrichtung nebeneinander aufstellen und bei einem indirekten Versuch bei 10 Metern. Der Torwurf beim direkten Versuch muss von einem stehenden Pferd aus gemacht werden. In beiden Fällen ist es dem verteidigenden Team gestattet, regulär zu verteidigen.

Strafe 3

Eine Strafe 3 wird bei leichten Vergehen gegeben.

Wenn die Strafe 3 in der gegnerischen Hälfte gegeben wurden, wird die sie von der Mitte der Mittellinie angezeigt, ansonsten wird sie von dem Punkt ausgeführt, an dem das Foul stattgefunden hat. Wenn der Ball ins Aus geht, regelt Regel 12 den Ort, von dem aus die Strafe 3 ausgeführt wird.

Ein Spieler der Mannschaft, der die Strafe 3 zugesprochen wurde, stellt sich an den Punkt, an dem der Regelverstoß begangen wurde, den der Schiedsrichter anzeigt. Alle anderen Spieler können sich auf dem Feld frei bewegen, solange sie dem Spieler mit dem Ball von vorne, in Richtung ihres zu verteidigenden Tors, nicht näher als 5 Meter kommen. Die verteidigenden Spieler dürfen dem Punkt, an dem das Foul stattgefunden hat, nicht näher als 5 Meter kommen, bis die Strafe ausgeführt wurde.

Der Schiedsrichter gibt das Signal zum Ausführen der Strafe 3.

Technisches Foul

Ein Technisches Foul beschreibt unsportliches Verhalten sowie beleidigende Gesten oder Wörter oder Brutalität gegenüber einem Pferd, und es kann gegen Spieler, Trainer, Helfer oder Fans ausgesprochen werden.

Zum Beispiel:

  • einen Offiziellen unhöflich oder im falschen Ton ansprechen
  • Verbalinjurien oder vulgäre und beleidigende Gesten
  • einen Gegner aufstacheln
  • Zeitgewinnung durch Verzögerung
  • Nummernwechsel, ohne es dem Schiedsrichter mitzuteilen
  • Regel 7

Je nach Schwere des Fouls kann der Schiedsrichter eine Strafe 1, Strafe 2, Strafe 3, Gelbe Karte, Rote Karte oder eine Verwarnung geben.Technische Fouls, die in der Halbzeitpause, vor oder während eines Spiels begangen wurden, können vom Schiedsrichter bestraft werden, wenn er es für passend hält.

Gerfähriches Reiten und unsportliches Verhalten

Es ist für jeden Spieler verboten:

  • einen Gegenspieler gegen die Spielrichtung zu behindern
  • einen Gegner oder sein Pferd zu schlagen, treten, drücken, halten oder zu beeinflussen
  • den Ball herumzuschleudern, um einen Gegner einzuschüchtern
  • das Pferd mit Händen, Ball oder Steigbügelriemen zu schlagen
  • auf dem Sattel zu stehen
  • einem Spieler, der gerade dabei ist, den Ball aufzunehmen, in die Quere zu reiten, um seine Richtung zu verändern

Der Schiedsrichter ist frei, jede Entscheidung zu treffen, die er für richtig hält.

Herunergefallene Spieler

Wenn ein Spieler, der im Ballbesitz ist, vom Pferd fällt, bekommt die Mannschaft, in der der Spieler heruntergefallen ist, eine Strafe 3 beim Punkt des Sturzes.Wenn ein Spieler ohne Ball herunter fällt, wird das Spiel nur gestoppt, wenn der Schiedsrichter die Situation als gefährlich einstuft.Wenn das Spiel gestoppt wurde, wird es mit einer Strafe 3 gegen die Mannschaft, zu der der gestürzte Spieler gehörte, wieder aufgenommen.Ein heruntergefallener Spieler darf nicht in das Spiel eingreifen.

Defektes Zaumzeug

Wenn während eines Spiels Zaumzeug kaputt geht oder unbenutzbar wird, wird das Spiel nicht angehalten. Der Spieler kann und darf erst weiterspielen, sobald der Schiedsrichter dem zustimmt und die Sicherheit nicht gefährdet ist. Alternativ kann der Schiedsrichter den Spieler dazu auffordern, das Spielfeld zu verlassen und sein Zaumzeug zu reparieren. Der Spieler darf nur während einer Spielunterbrechung eingewechselt werden. Wenn der Schiedsrichter einen Spieler vom Feld schickt, bekommt die gegnerische Mannschaft eine Strafe 3 zugesprochen.

Behandlung der Pferde

Jede Art von Brutalität auf dem Spielfeld oder außerhalb ist verboten.Jedes Pferd, das in den Augen des Schiedsrichters nicht in guter Kondition oder Verfassung ist, kann zum Spiel nicht zugelassen werden.Manche Aktionen gegen Pferde werden mit einer gelben Karte bestraft:

  • ein Pferd mit einem Ball oder einem Steigbügelriemen zu schlagen
  • eine gegnerisches Pferd zu schlagen oder festzuhalten

Der Schiedsrichter oder Aufsichtspflichtige kann das Spiel jederzeit stoppen, um den Zustand eines Pferdes zu kontrollieren. Wenn der Schiedsrichter es für nötig hält, kann er auch Pferde vom Spielfeld schicken. Jedes Pferd, das einen Schnitt oder eine Schürfwunde bekommt, auch wenn sie nur oberflächlich ist, muss das Spielfeld verlassen und versorgt werden. Ein Pferd darf nur zurück auf das Spielfeld, wenn der Schiedsrichter und der Tierarzt dem zustimmen.

Es ist verboten, eine Verletzung des Pferdes zu verbergen.

Die Entscheidung des Schiedsrichters über den Zustand des Pferdes ist endgültig und darf nicht in Frage gestellt werden.

Ein verletztes Pferd darf nur an der Preisverleihung oder sonstigen Zeremonien teilnehmen, wenn es genügend gepflegt wurde und der Schiedsrichter der Teilnahme zustimmt.

Verwarnung

Im Rahmen einer Bestrafung einer Mannschaft wegen eines Regelverstoßes darf der Schiedsrichter auch einzelne Spieler durch folgendes bestrafen:

  • eine verbale Verwarnung
  • eine erste Gelbe Karte. Der Spieler, den es betrifft, muss das Spielfeld bis zum Ende der laufenden Halbzeit verlassen, kann aber ausgewechselt werden. Eine Gelbe Karte geht immer einher mit einer Strafe 1 oder einer Strafe 2.
  • eine zweite Gelbe Karte im gleichen Spiel. Der Spieler darf nicht mehr am Spiel teilnehmen, kann aber ausgewechselt werden. Außerdem bekommt der Spieler eine Sperre für ein Spiel, die unmittelbar gültig wird.
  • eine Rote Karte. Der betreffende Spieler darf nicht ausgewechselt werden und auch nicht mehr am Spiel teilnehmen. Der Spieler bekommt eine Sperre von mindestens einem Spiel und es wird ein Disziplinarkomitee einberufen, das über weitere Schritte entscheidet. Eine Rote Karte geht immer mit einer Strafe 1 einher.

Jeder Spieler, der durch eine zweite Gelbe oder eine Rote Karte das Spiel verlassen muss, muss auch das komplette Spielfeld verlassen.

Eine Gelbe Karte gilt jeweils nur für das laufende Spiel.

Disziplinarkommission

Die Disziplinarkomission wird von einem Mitglied des aufsichtsführenden Komitees oder einem Schiedsrichter einberufen. Die Aufgabe des Disziplinarkomitees ist es, unreguläres Verhalten von Spielern, Trainern und Helfern zu bestrafen.Es besteht aus dem Präsidenten des aufsichtführenden Komitees, einem weiteren Mitglied aus diesem Komitee, zwei FIHB Mitgliedern und jeweils einer Person jedes Landes, das beteiligt ist.Ein Spieler, der eine Rote Karte bekommen hat, wird automatisch durch das Disziplinarkomitee mit verschiedenen Strafen oder Sanktionen bestraft.Ein Spieler darf nicht spielen, solange das Komitee sein Urteil noch nicht gefällt hat, bei Zuwiderhandlung, wird seine Mannschaft disqualifiziert.Eine Entscheidung des Komitees ist nicht anfechtbar.

Doping

Ein Dopingtest kann in jeder Phase eines Turniers oder einer Veranstaltung durchgeführt werden.Bei Doping gelten die Regeln der FEI.

Veterinärcheck

Alle Treffen oder Veranstaltungen der FIHB oder einer ONHB müssen von einer tierärztlichen Untersuchung begleitet sein.Die Untersuchung wird in der Veranstaltung mit eingeplant. Sie wird von einem Tierarzt und dem aufsichtsführenden Komitee geführt. Die Pferde werden im Stehen und im Traben über eine glatte, harte und gleichmäßige Ebene begutachtet. Die Pferde werden vorgeführt von Spielern oder Helfern.Die Pferde werden ohne jegliches Zaumzeug nur in Trense mit Gebiss vorgestellt.Die Untersuchung beginnt mit einer Untersuchung des Pferdes im Stehen. Dem Tierarzt ist es gestattet, das Pferd zu berühren, falls nötig. Dann muss das Pferd vom Tierarzt weg und schließlich auf ihn zu traben. Dem Tierarzt ist es nicht gestattet, ein Pferd auszulassen oder es klinischen Test zu unterwerfen. Das aufsichtsführende Komitee hat das Recht und die Pflicht, ein Pferd auszuschließen, das aus irgendeinem Grund nicht geeignet scheint, ein Spiel zu bestreiten.Falls es zweifelhaft ist, ob ein Pferd an einem Wettkampf teilnehmen kann oder nicht, kann das Komitee eine erneute Untersuchung beantragen. Die Entscheidung des Komitees ist vorrangig.Während der Untersuchung müssen Spieler und Helfer korrekte Mannschaftskleidung tragen.Jede Mannschaft muss die entsprechenden Papiere, wie den Impfpass oder den Pass beim Sekretariat oder der Verwaltung abgeben. Diese Dokumente bekommt der Tierarzt vor seiner Untersuchung, die Mannschaft bekommt sie nach dem letzten Spiel zurück.

Organisation der Spiele

Veranstalter müssen sicherstellen, dass folgende Ausrüstung vorhanden ist:

  • ein Sekretariat, welches getrennt von den Zuschauerräumen ist, aber auf Rufweite vom Schiedsrichterstuhl. Die Leute, die sich in diesem Zimmer aufhalten sollten, sind der Zeitnehmer, ein Sekretär oder eine Sekretärin und ein Kommentator. Folgendes sollte auch vorhanden sein:
    – eine Kopie der Regeln in Deutsch, Englisch und Französisch
    – ein akustisches Signal wie ein Buzzer oder ein Horn
    – zwei Stoppuhren
    – ein funktionierendes Lautsprecher- und Mikrofonsystem
    – eine Punktetafel
  • ein Tierarzt
  • ein Krankenwagen oder Notärzte: der Schiedsrichter oder Aufseher hat die Verantwortung für deren Präsenz
  • eine Notiztafel in der Nähe des Spielereingangs, mit den Namen der Spieler, der Schiedsrichter, den Informationen zu gespielten Spielen, Spielzeiten und Spiele, die noch gespielt werden müssen, und den Namen des aufsichtsführenden Komitees.
  • eine erhöhte Plattform oder ein hohen Stuhl für den Stuhlschiedsrichter
  • Sitze oder Bänke für die Trainer und Helfer der Mannschaften
  • Schiedsrichterpferde können von jeder Mannschaft gestellt oder vom Veranstalter zu Verfügung gestellt werden.
  • eine Person sollte die Preisverleihung leiten und betreuen

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